Über mich
Musik begleitet mich seit früher Kindheit.
Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem musikalisches Arbeiten, Probenkultur und gemeinsames Musizieren selbstverständlich waren. Meine Familie ist seit Generationen mit Orchestern, Musikschulen, Hochschulen und der Ensemblearbeit verbunden – Musik war nie bloß ein Hobby, sondern Teil des Alltags.
Meine ersten eigenen musikalischen Schritte führten mich über die musikalische Grundausbildung und den Kinderchor der Oper Leipzig in die Welt der klassischen Musik. Schon früh entstand eine tiefe Faszination für den Orchesterklang – insbesondere für das Schlagzeug und die Pauke. Parallel dazu erhielt ich eine fundierte Klavierausbildung, die mir über viele Jahre ein harmonisches und strukturelles Verständnis von Musik vermittelte.
Nach einer klassischen Ausbildung am Klavier öffnete sich mein musikalisches Feld zunehmend. Jazz, Rock, Pop, Improvisation und Bandarbeit erweiterten meinen Horizont und führten zu intensiver praktischer Erfahrung – unter anderem in Big Bands, eigenen Projekten und Ensembles mit ausschließlich selbst komponierter Musik. Öffentliche Auftritte, Studioarbeit und interdisziplinäre Projekte prägten mein musikalisches Selbstverständnis ebenso wie die Arbeit im Hintergrund.
Eine wichtige Etappe meines Weges war die Ausbildung und Tätigkeit als Musikalienhändler. Sie schärfte meinen Blick für Repertoire, Instrumentenkunde und die Bedürfnisse von Musikerinnen, Musikern und Ensembles. Parallel dazu wuchs meine pädagogische Tätigkeit: Unterricht, Ensemblearbeit und regelmäßige Auftritte führten zu einer immer stärkeren Verbindung von musikalischer Qualität und menschlicher Verantwortung.
Mit dem Wechsel in die Ostschweiz vertiefte sich dieser Weg weiter. Unterrichtstätigkeiten an verschiedenen Musikschulen, Engagements in unterschiedlichen Formationen sowie eine intensive Weiterbildung – unter anderem an der heutigen Swiss Music Academy – stärkten meine musikalische Breite und meine Arbeit mit Menschen auf unterschiedlichen Niveaus.
Der Weg zum Dirigieren ergab sich nicht aus einem Karriereplan, sondern aus einer Begegnung. Durch die Ermutigung einer Schülerin übernahm ich erstmals die musikalische Leitung eines Ensembles. Was zunächst aus Neugier begann, entwickelte sich rasch zu einer zentralen Aufgabe. Seither durfte ich mit verschiedenen Orchestern und Ensembles arbeiten – langfristig, projektbezogen oder interimistisch – und erleben, wie gezielte Probenarbeit, klare musikalische Vorstellungen und gegenseitiges Vertrauen nachhaltige Entwicklung ermöglichen.
Mein Schwerpunkt liegt heute auf dem Dirigieren, insbesondere von Concert Bands und Blasorchestern mit Harmoniebesetzung. Gleichzeitig bin ich offen für Ensembles jeder Art. Mich interessiert die Arbeit am Klang, an Struktur und Ausdruck – vor allem dort, wo zeitlich begrenzte Impulse ein Ensemble entscheidend weiterbringen können.
Meine dirigentische Entwicklung wurde und wird von prägenden Persönlichkeiten begleitet. Besonders dankbar bin ich Stefan Roth, dessen musikalische Klarheit, Erfahrung und Haltung für mich bis heute eine wichtige Orientierung darstellen. Ebenso ist mir Andreas Wendland nicht nur ein musikalischer Wegbegleiter, sondern auch ein sehr guter Freund, mit dem ein offener und ehrlicher Austausch möglich ist.
Neben aller musikalischen Arbeit bin ich Ehemann und Vater von drei Töchtern. Familie gibt meinem Tun Halt, Perspektive und Erdung – und erinnert mich täglich daran, dass Musik immer in Beziehung steht: zu Menschen, zu Zeit und zu Verantwortung.
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Dank
Mein Dank gilt meinen Eltern, meinem Bruder, meinen Lehrern sowie vielen Musikerinnen, Musikern, Kolleginnen und Kollegen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben. Ihre Impulse wirken bis heute nach.