Dirigieren & Arbeit

Haltung

Dirigieren bedeutet für mich, Menschen zusammenzuführen,
Strukturen hörbar zu machen
und Musik in ihrer Tiefe erlebbar werden zu lassen.

Im Zentrum steht dabei stets das Ensemble:
seine Möglichkeiten, seine Geschichte, seine Ziele.

Mir geht es darum, das Feuer – sinnbildlich für Tradition – zu erhalten und weiterzugeben,
nicht die Asche aufzubewahren.

Musik soll gelebt, verstanden und weiterentwickelt werden.
Sie lebt vom Bewahren ebenso wie vom Hinterfragen –
nicht vom bloßen Festhalten an dem, was man schon immer so gemacht hat.

Ich arbeite wertschätzend, konzentriert und mit hoher musikalischer Präzision –
gleichzeitig mit Offenheit, Humor und einem klaren Blick auf das Machbare.

Arbeit im Ensemble

Ein Ensemble ist mehr als die Summe seiner Stimmen.
Es trägt Erfahrung, Erwartung, Gewohnheit und Potenzial in sich.

Meine Arbeit beginnt mit Zuhören.
Dem Erkennen dessen, was bereits da ist –
und dem Freilegen dessen, was wachsen will.

Ich verstehe Probenarbeit als gemeinsamen Prozess:
klar in der Zielsetzung, sorgfältig im Detail
und getragen von gegenseitigem Respekt.

Dabei geht es nicht um Perfektion um jeden Preis,
sondern um Entwicklung, Klangbewusstsein
und das Vertrauen in den gemeinsamen Weg.

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit entsteht dort,
wo musikalische Vorstellung und Realität sich begegnen.

Ob für einzelne Proben, Projekte auf Zeit
oder eine klar umrissene Phase gemeinsamer Arbeit:
Wichtig sind Offenheit, Verlässlichkeit
und der Wille, miteinander zu gestalten.

Ich sehe mich dabei nicht über dem Ensemble,
sondern in der Verantwortung für Richtung, Struktur
und musikalische Klarheit.

Ziel ist stets ein gemeinsames Verständnis von Musik –
und ein Ergebnis, hinter dem alle stehen können.

Musik entsteht dort,
wo Menschen bereit sind, sich einzubringen
und einander zuzuhören.